Der Coworking Space ist eine tolle Erfindung gegen die Vereinsamung vieler Selbständiger und Kleinunternehmer im eigenen Home Office. Doch mit so vielen interessanten Persönlichkeiten um sich herum, die sich austauschen, gemeinsam Mittagspause machen und auch einmal laut telefonieren oder im Großraumbüro kommunikativ an gemeinsamen Projekten arbeiten, kann es schon einmal schwierig werden, die eigene Effizienz im Rahmen zu halten. Schweigend vor sich hinarbeiten will im Coworking Space aber auch niemand. Mit diesen 5 Tipps schaffst du es, Kommunikation, Austausch und Wissenstransfer und Effizienz im Coworking Space miteinander zu vereinbaren.

Tipp #1: Pausen- und Produktivphasen planen

Teile deine Zeit im Coworking Space in Pausen- und Produktivzeit ein. Keine Frage, Pausen brauchst du und es gibt Gemeinschaftsbüros, in denen fokussiertes Arbeiten zu bestimmten Zeiten gar nicht mehr möglich ist. Beispielsweise dann, wenn abends ein Event dort stattfindet, an dem du vielleicht gerne teilnehmen würdest – oder auch nicht. Das weißt du aber vorher und bist – anders als ein Arbeitnehmer mit regulärem Büro – dazu in der Lage, deine Zeit frei einzuteilen. Du kannst an solchen Tagen früher kommen oder kürzer arbeiten, dafür an ruhigeren Tagen länger. Plane vor allem auch Pausen und Zeit für Kommunikation mit deinen Coworkern ein. Das ist deine Zeit, um die anderen kennen zu lernen, gemeinsame Projekte zu verwirklichen und Schreibtischnachbarn zu helfen.

Tipp #2: Arbeite nicht in der Kommunikationszone

Ob es nun einen richtigen Lounge-Bereich gibt oder nicht, jedes Gemeinschaftsbüro hat eine kommunikative Zone. Bei Coworking Spaces gibt es tatsächlich oft eine Coffeeshop-Ecke, eine Bar oder eine große Küche. In kleineren Gemeinschaftsbüros wird es eher um die Teeküche gehen. Ganz gleich, wo ihr euch aufhaltet, um für das leibliche Wohl zu sorgen oder auszuspannen – hier ist kein Arbeitsplatz. Gerade in größeren Coworking Spaces bietet es sich an, einfach mit dem Laptop an die Bar zu gehen, sich einen Kaffee nach dem anderen bringen lassen und die Atmosphäre aufzusaugen. Die anderen sind aber hier, um sich miteinander auszutauschen, und das lenkt ab.

Tipp #3: Telefon-Bereiche schaffen

Telefonieren müsst ihr im Laufe des Tages alle. Gegenüber deinen Kunden ist es jedoch unseriös, so leise zu sprechen, dass du die anderen Coworker nicht störst. Falls das in deinem Coworking Space noch nicht so ist, solltest du daher anregen, Telefon-Zonen zu schaffen. Das kann eine Telefonzelle mit Schallschutz sein, ein abgeschlossenes Zimmer oder auch eine Area mit Stehtischen, die weiter weg von den Schreibtischen liegt. Wichtig ist, dass dort dennoch am Laptop gearbeitet werden kann. Auf diese Weise sprechen nicht mehrere Leute gleichzeitig am Telefon und werden unbemerkt immer lauter, damit ihr Gesprächspartner sie versteht.

Tipp #4: Kernarbeitszeiten definieren

Moment… bist du nicht im Coworking Space gelandet, da du als Selbständiger oder Unternehmer deine eigenen Arbeitszeiten selbst festlegen willst? Tatsächlich hilft es aber, grobe Kernarbeitszeiten für dich selbst zu definieren. Denn andernfalls lässt du dich zu schnell auf ein spannendes Gespräch ein und denkst: “Ich kann ja bis nach 20 Uhr bleiben, der Space schließt ja nicht…” Viele Coworker bleiben weit länger als 8 Stunden am Tag im Coworking Space. Produktiv arbeitest du so aber nicht mehr, sondern eher häppchenweise zwischen vielen Ablenkungen. Wenn du natürlich bleiben willst, da ein Event stattfindet, ist das keine Arbeitszeit mehr.

Tipp #5: Geh ins Büro, nicht ins Wohnzimmer

Ein Coworking Space ist kein gewöhnliches Büro. Es ist ein Ort voller Atmosphäre, interessanter Persönlichkeiten, spannender Unternehmer-Geschichten und Events, die dich weiterbringen. Hier entsteht schnell eine kleine Familie – und das ist toll! Trotzdem gehst du zur Arbeit, wenn du dich auf den Weg in den Coworking Space machst, und bei dieser Einstellung solltest du bleiben. Kleide dich entsprechend. Versuche, immer zu ähnlichen Zeiten morgens anzufangen. So wird der Coworking Space nicht zu deinem erweiterten Wohnzimmer, in dem zu viel Gemütlichkeit herrscht, um dort produktiv zu arbeiten.

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